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Die meisten heute für die Öffentlichkeit zugänglichen Orte bieten kostenlosen WLAN-Zugang. Auf diesen Komfort können Anwender nicht mehr verzichten. Sie sind jedoch zunehmend besorgt über die Probleme im Zusammenhang mit der Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten.

Für Anbieter von Wi-Fi-Zugangsmanagementlösungen (oder Captive-Portalen) wird der rechtliche Kontext rund um die Aufbewahrung von Verbindungsdaten häufig als Einschränkung wahrgenommen: Welche Daten müssen wie lange aufbewahrt werden usw. Die jüngsten gesetzgeberischen Entwicklungen zu diesem Thema haben jedoch zu einer Stabilisierung und Klarstellung der Praktiken geführt. Der aktuelle rechtliche Kontext ermöglicht es, qualifizierte Daten zu sammeln und die Kommunikation mit dem Nutzer anzustoßen. Wir schauen uns die Frage an.

Zusammenfassung

  • Die Vorratsdatenspeicherung, eine nervige Frage?
  • Was sagt das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten?
  • Qualifizierte Daten sammeln und nutzen: WLAN als Marketinginstrument

 

Die Vorratsdatenspeicherung, eine nervige Frage?

Beim Herstellen einer Verbindung zu einem Captive-Portal muss der Benutzer bestimmte Anmeldeinformationen angeben, um auf kostenloses WLAN zugreifen zu können. Anbieter von Wi-Fi-Access-Management-Lösungen befinden sich daher im Besitz dieser Identifikationsdaten, aber unter welchen Bedingungen sollten sie diese aufbewahren? Diese Frage wirft viele Fragen auf:

  • Welche Verbindungsdaten soll ich behalten?
  • Wie lange sollten wir diese Daten aufbewahren?
  • Zu welchem ​​Zweck werden diese Daten gespeichert?

In Frankreich ist die Speicherung von Verbindungsdaten in Artikel L. 34-1 des Gesetzbuchs über Postwesen und elektronische Kommunikation geregelt. Dieser Artikel war in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Änderungen und löste zahlreiche Debatten aus, mit impliziten Fragen zu:

  • Das Recht auf Achtung des Privatlebens,
  • „Allgemeine Vorratsdatenspeicherung“,
  • Die Definition dessen, was „Identifikationsdaten“ sind,
  • Zweck der Datenspeicherung (z. B. Bekämpfung schwerer Kriminalität, Abwehr schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit).

Die Entwicklung dieses Artikels wurde vom Verfassungsrat, dem Gerichtshof der Europäischen Union und sogar von Datenschutzverbänden aufmerksam verfolgt.

 

Was sagt das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten?

Nach zahlreichen Änderungen ist die aktuelle Fassung von Artikel L. 34-1 des Gesetzbuchs für Postwesen und elektronische Kommunikation nun stabilisiert. Dieser Artikel verpflichtet Betreiber elektronischer Kommunikationsdienste dazu, eine Reihe personenbezogener Daten für einen bestimmten Zeitraum und für einen bestimmten Zweck aufzubewahren:

  • Angaben zur Personenidentität des Nutzers (5 Jahre) und sonstige Angaben des Nutzers bei Abschluss eines Vertrages oder Erstellung eines Kontos sowie Angaben zur Zahlung (1 an), für Zwecke der Strafverfolgung, der Prävention von Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit und der Wahrung der nationalen Sicherheit.
  • Technische Daten, die es ermöglichen, die Quelle der Verbindung oder der Endgeräte zu identifizieren (1 Jahr), zum Zweck der Bekämpfung von Kriminalität und schwerer Kriminalität, der Verhütung schwerwiegender Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit und der Wahrung der nationalen Sicherheit.

 

Qualifizierte Daten sammeln und nutzen: WLAN als Marketinginstrument

Der aktuelle Gesetzeskontext definiert nun klar, was „Identifikationsdaten“ sind, da nun Folgendes als Identifikationsdaten gilt:

  • Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort bzw. Firmenname sowie Vor- und Nachname, Geburtsdatum und -ort der für sie handelnden Person bei Kontoeröffnung im Namen einer juristischen Person,
  • Die zugehörige(n) Postanschrift(en),
  • Die E-Mail-Adresse(n) des Nutzers und gegebenenfalls das/die dazugehörige(n) Konto(s),
  • Die Telefonnummer(n).

Es gibt mehrere Authentifizierungsmethoden, die es dem Benutzer ermöglichen, sich mit einem Captive-WLAN-Portal zu verbinden, aber die meisten Daten können vom Benutzer leicht gefälscht werden, mit Ausnahme der Telefonnummer. Tatsächlich erhält der Benutzer bei einer Lösung wie der von Ucopia angebotenen einen einzigartigen Code, den er auf dem Portal eingeben muss, um den Zugang zum WLAN zu ermöglichen (Authentifizierung per SMS). Die SMS-Authentifizierung für den WLAN-Zugang ermöglicht also die eindeutige und zuverlässige Identifizierung einer Person und übernimmt damit die Rolle der „identifizierenden Daten“ für die Anbieter von Lösungen zur Verwaltung des WLAN-Zugangs.

Diese Klarstellung aus gesetzgeberischer Sicht, was „identifizierende Daten“ sind, ist auch bei der Nutzung von WLAN als Marketinginstrument von Vorteil. Durch die Erfassung der Mobilfunknummern der Benutzer, die sich mit Ihrem Captive-WLAN-Portal verbunden haben, verfügen Sie über zuverlässige und wertvolle Daten.

Ergebnis: Sie können qualifizierte Kontaktbasen aufbauen, um mit Ihren Kunden und Besuchern zu kommunizieren (z. B. durch das Versenden von Einladungen oder Werbeangeboten), die Beziehung, die Sie zu ihnen pflegen, stärken und Ihrer Marketingstrategie einen Schub geben.

 

Zusammenfassend

Die Frage der Aufbewahrung von Verbindungsdaten ist Gegenstand zahlreicher Debatten (welche Daten sollen aufbewahrt werden, für welche Dauer und zu welchem ​​Zweck). Der Artikel zur Regelung der Aufbewahrungsfristen für Verbindungsdaten wurde nun stabilisiert. Es ermöglicht die kontrollierte Speicherung von Verbindungsdaten für eine bestimmte Dauer und einen bestimmten Zweck.