Festivals: Ohne WLAN könnte die Party vorbei sein

2017 haben die Franzosen im Durchschnitt fast fünf Stunden pro Tag vor ihren Bildschirmen verbracht : In dieser ultravernetzten Zeit müssen Musikfestivals, die häufig an abgelegenen Orten ohne 4G stattfinden, ihr digitales Angebot verbessern. Das ist eine echte wirtschaftliche Herausforderung und für Festivals, die einem immer stärkeren Wettbewerb ausgesetzt sind, ist es zunehmend schwieriger, Zuschauer anzuziehen.

Festivals kämpfen um Zuschauer

2017 hatte das Solidays Festival einen starken Zuschauerrückgang zu verzeichnen: Es kamen 169.000 Menschen zum Hippodrome de Longchamp, und damit 30.000 weniger als im Jahr davor. Während die Zuschauerzahlen der meisten bekannten Festivals (z. B. Lollapalooza, Vieilles Charrues, Eurockéennes) insgesamt weiterhin gut sind, zeigt der Fall des Solidays, dass der Markt sehr unterschiedliche Ergebnisse hervorbringt.

Tatsächlich hat die wachsende Anzahl an Festivals der Branche einen harten Wettbewerb beschert. Jedes Jahr kämpfen rund 1.900 von ihnen darum, genügend Zuschauer anzulocken, um profitabel zu bleiben.

Dafür ist ihnen jedes Mittel recht: Headliner werden aus einer Vielzahl von Künstlern ausgewählt, um verschiedene Typen von Besuchern anzulocken, und die beliebtesten Interpreten werden immer früher bekannt gegeben. Angesichts dieses Wettbewerbs besteht die Herausforderung für die Organisatoren darin, die größten Künstler von heute zu einer Zusage zu bewegen. Es ist eine Strategie, die sich auszahlt, doch im Gegenzug ist der Preis, den man dafür zahlt, auch höher.

Gleichzeitig entstehen den Organisatoren, die bereits mit üppigen Gagen zu kämpfen haben, die an die Künstler zu zahlen sind, die den Wettbewerb auf dem Markt zu ihrem Vorteil nutzen, durch Frankreichs Sicherheitswarnsystem „Plan Vigipirate“ erhebliche Logistikkosten. Die zusätzlichen Kosten zur Unterstützung dieser Veranstaltungen betragen bis zu 43.000 € pro Tag für die größten Festivals[1].

Insgesamt ist die Zahl der Festivals gestiegen, was zu einem Kommunikationskrieg und zu einem Kampf um das attraktivste Festival geführt hat, wodurch die Kosten explodiert sind. Angesichts dieser neuen Probleme suchen die Veranstalter von Festivals nach Strategien, die ihnen helfen sollen, sich von der Masse abzuheben.

Es ist an der Zeit, Festivalbesuchern ein digitales Erlebnis zu bieten

Um am Ende in diesem harten Wettbewerb ganz vorn zu landen, müssen Festivals auf die Stärken der digitalen Technologie setzen. Tatsächlich müssen Festivals in erster Linie ihre Angebote zu einem exklusiven, einzigartigen Erlebnis weiterentwickeln, das sie von den anderen unterscheidet. In digitale Technologie, insbesondere in eine WLAN-Lösung, zu investieren, könnte ein Weg für Festivals sein, ihre Veranstaltungen an die neuen Verhaltensweisen der Gesellschaft anzupassen. Die Menschen sind heute ultravernetzt, teilen ihre Erlebnisse gern in sozialen Medien usw. Diese Verhaltensweisen können Festivalbesucher zu Markenbotschaftern machen, doch bislang ist dies häufig nicht der Fall, weil auf diesen Festivals, die oft an abgelegenen Orten oder an Orten, die nicht für eine so große Anzahl an gleichzeitigen Verbindungen eingerichtet sind, eine entsprechende Infrastruktur fehlt.Daher ist das Bereitstellen von schnellem Internet eine Möglichkeit, die Attraktivität auf dem Markt deutlich zu steigern. Das gilt für große Events ebenso wie für kleine Sommerfestivals.

Mehr als das Erlebnis – der Mehrwert von Daten

Hinter dem Highspeed-Internet liegt das Herzstück des Nutzererlebnisses: das Anbieten von Dienstleistungen, die einen Mehrwert schaffen. Das erlaubt Festivals nicht nur, Besuchern einen einfachen Zugang zu praktischen Informationen zu ermöglichen, sondern ihnen auch Wiederholungen, die Fähigkeit, andere Bühnen zu sehen, die Gelegenheit, Warteschlangen zu umgehen, Online-Gewinnspiele oder Push-Benachrichtigungen in Echtzeit zu bieten, damit sie keine Konzerte verpassen.

Für die Organisatoren von Festivals bedeutet das, Zugang zu den Standortdaten von Nutzern zu haben, damit Festivalprogramme zum Beispiel an Besucherströme oder an das Wetter angepasst werden können und vor allem damit Festivals die Treue ihrer Besucher aufbauen können. Schließlich endet der Wettbewerb nicht, wenn das Festival vorbei ist. Daher müssen Festivals in der Lage sein, Besucher das ganze Jahr über gezielt mit Inhalten anzusprechen. Festivals müssen Besucher verstehen, um sie besser zu binden und auch außerhalb der Festivalsaison in Erinnerung zu bleiben. Es gibt viele Ideen, wie man die Kundenzufriedenheit verbessern und sicherstellen könnte, dass Besucher wiederkommen: Besucher mit Nachrichten über ihre Lieblingskünstler zu versorgen, Partnerschaften mit Big Playern in der Ticketbranche einzugehen, um speziellen Zugang zu bestimmten Konzerten einzuräumen, oder den treuesten Kunden VIP-Pässe anzubieten. Daten sind daher der Dreh- und Angelpunkt bei der Nutzung digitaler Technologie.

Durch die Verbesserung des Nutzererlebnisses mit digitaler Technologie und Daten können sich Festivals eine Rendite sichern. Zwar hat das Ausstatten der temporären, transportablen Festivalinfrastrukturen mit einer Konnektivitätslösung seinen Preis, doch WLAN generiert sehr schnell einen Mehrwert und bietet einen unbestreitbaren, effektiven Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

[1] Quelle: Nationale französische Behörde für öffentliche Gesundheit (ANSP): https://www.lci.fr/high-tech/tablettes-smartphones-le-temps-passe-devant-les-ecrans-rend-les-gens-plus-sedentaires-2065558.html

[2] Quelle: http://www.lemonde.fr/economie/article/2017/07/14/les-festivals-de-musique-traversent-une-periode-delicate_5160589_3234.html

 

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